Im folgenden Text sind auktoriale Erzähl-Elemente rot hervorgehoben. Du siehst, der Erzähler spricht von sich selbst und erklärt dem Leser seine Erzählweise. Er tut dies, spricht also von sich selbst, obwohl die Geschichte eine Erzählung in der dritten Person ist, in der die Hauptperson (die Hauptfigur) jener Akaki Akakjewitsch ist, der im 2. Absatz erwähnt wird.

Ich könnte es mir versagen, hier von diesem Schneider zu reden. Allein, da es einmal so Brauch ist, dass jede in einer Erzählung vorkommende Persönlichkeit mit der ihr eigenen Physiognomie. vorgestellt wird, so muss ich wohl oder übel Petrowitsch schildern. Ehedem, als er noch in dem Hause seines Herrn als Leibeigener fungierte, hieß er einfach Gregor. Als er frei wurde, glaubte er sich mit einem neuen Namen schmücken zu müssen;. zugleich begann er tapfer zu trinken, anfangs nur an den hohen Festtagen, dann allmählich an allen Festtagen, die im Kalender durch ein Kreuz bezeichnet sind. Durch diese feierliche Begehung der von der Kirche geweihten Tage glaubte er den Sitten seiner Kindheit treu zu bleiben; und wenn er seine Frau auszankte, so schrie er, sie sei ein weltliches Geschöpf und eine Deutsche.Von dieser Frau haben wir weiter nichts zu berichten, als dass sie des Petrowitsch Frau war, und dass sie kein Tuch, sondern eine Haube auf dem Kopfe trug. Im übrigen war sie nicht hübsch, nur die Soldaten sahen sie im Vorübergehen an, und dann drehten sie sich den Schnurrbart und gingen lachend weiter.

Akaki Akakjewitsch wandte sich also der Dachstube des Schneiders zu. Er erreichte sie über eine schwarze, schmutzige, feuchte Treppe, die wie alle von dem gewöhnlichen Volk in Petersburg bewohnten Häuser jene Spiritusdünste ausströmte, die zugleich die Nase und die Augen verletzen.

aus: Gogol, Nikolaj, Der Mantel, Reclam 1957 Seite 13

Hier kannst du hören, wie ein Vorleser diesen auktorialen Erzählstil sprachlich umsetzt. Beachte, dass der Vorleser eine andere Übersetzung aus dem Russischen vorliest.

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