| Alle Sprachen der Welt haben den gleichen Aufbau. | Laut | |
| Wort | ||
| Satzglied | ||
| Satz | ||
| Absatz | ||
| Text |
Im Folgenden werden die einzelnen Begriffe geklärt. Du kannst auch die Begriffe anklicken und landest dann direkt bei der Erklärung. Über "zurück" kommst du dann wieder zu obiger Tabelle.
Der kleinste Baustein aller Sprachen ist der Laut. Sprachwissenschaftler sagen auch: Phonem. Über die Menge aller Laute in allen Sprachen gibt es unterschiedliche Angaben. Es sind zwischen 50 und 60. Das Deutsche enthält laut Duden1 44 Laute. Die Laute/Phoneme werden unterteilt in
| Vokale | Konsonanten |
| a, e, i, o, u, ä, ö, ü | b, d, f, g, h, j, k, l, m, n, p, r, s, t, w, (sch), (ch), ng) |
In dieser Tabelle siehst du schon die erste Schwierigkeit: Wenn wir von Lauten/Phonemen reden, meinen wir ja den Klang, den unsere Stimme erzeugt. Hier kann ich diesen Klang aber nur andeuten, indem ich Buchstaben verwende. Buchstabe und Laut entsprechen sich aber nicht 100-prozentig. Also fehlen in der Liste einige Buchstaben, andererseits habe ich 3 Buchstabenkombinationen (sch, ch und ng) für den gemeinten Laut aufgeschrieben. Außerdem tritt jeder Vokal in einer langen und einer kurzen Form auf (Riese und Risse). Wenn du eine ganz genaue Übersicht willst, findest du diese im Rechtschreibduden ab Seite 1114! Dort wird auch jedem Laut ein Zeichen der sog. Phonetischen Umschrift zugeordnet.
ordnet man nach ihrem Entstehungsort im Mund einem Dreieck oder V zu:
Mundhöhle mit Vokal-V, auch Vokal-Dreieck oder Vokal-Parallelogramm genannt.
In Gedichten und Sprichwörtern findet man manchmal einen
besonderen Umgang mit Vokalen. So verstärkt der dreimalige
dunkle Vokal u in dem Sprichwort Im
Dunkeln ist gut munkeln den Eindruck des Dunklen,
Verborgenen.
Des weiteren wird den Vokalen die Darstellung der inneren
Befindlichkeit, der Gefühle oder Emotionen zugesprochen.
Dies lässt sich nachvollziehen, wenn man
die emotionelle Geladenheit von Schreien
wie "iiiiiiiiiiiiii", "ohohoh" oder "ahahahah"
berücksichitigt. Dichter der Romantik und des Expressionismus
haben mit diesen Mitteln gearbeitet. Allerdings muss man bei
Interpretationen sehr vorsichtig sein: Nicht in jedem Text
drücken die Vokale Stimmungen oder Emotionen aus!
Andererseits habe ich in der renomierten Zeitschrift
"Gehirn und Geist"2 mehrere Artikel zur
sogenannten Synästhesie gefunden, in denen ein solcher
Zusammenhang wissenschaftlich untersucht und bestätigt worden
ist.
Bilden eine Gruppe von Lauten, die sehr unterschiedlich gebildet werden.
|
|
An diesen Stellen werden Konsonanten gebildet. |
Bei den Konsonanten unterscheidet man stimmlose und stimmhafte, je
nachdem, ob der Kehlkopf "eingeschaltet" oder "ausgeschaltet" ist. Du
überprüfst dies am besten, indem du den Zeigefinger
auf den Kehlkopf legst und den Konsonanten sprichst. Zum Üben
eignen sich am besten die S-Laute. Probiere Riese/Risse, wobei du den
S-Laut jeweils länger anhältst. In Riese
müsstest du den Kehlkopf vibrieren fühlen, in Risse nicht.
Die Konsonanten werden in der Literatur manchmal lautmalend verwendet,
d. h. Geräusche werden durch Konsonanten nachgeahmt. Das
mögen z.B. kleine Kinder. Das Auto macht brrrr, die Biene sssss usw. Auch
viele Alltagswörter enthalten lautmalende Konsonanten: knacken, krachen,
reißen, summen usw.
Sowohl in Comics als auch in der Werbung macht man sich diese Wirkung
der Vokale und Konsonanten zu Nutze.
Comic: Boooooooaaaar
Werbung: Dash wäscht so weich,
weicher gehts nicht.
Jedes Wort setzt sich aus Lauten zusammen. Typische Kombinationen sind:
| mögliche Kombinationen | Beispiel | ||
| Konsonant | Vokal | Konsonant | nun |
| --------- | Vokal | Konsonant | an |
| Konsonant | Vokal | --------- | nie |
| Konsonant + Konsonant | Vokal | Konsonant | klug |
| Konsonant + Konsonant | Vokal | Konsonant + Konsonant | Knast |
| Konsonant | Vokal | Konsonant + Konsonant | bunt |
| --------- | Vokal | Konsonant + Konsonant | und |
| Konsonant + Konsonant | Vokal | ---------- | Knie |
Du siehst, ich habe Wörter mit höchstens 5 Lauten vorgestellt, wobei jeweils nur ein Vokal vorkommt. Dieser Vokal heißt Stammvokal. Bitte merken!
Unsere "normalen" Wörter im Deutschen sehen aber doch ganz anders aus! Wenn du genau hinsiehst, wirst du merken, dass sich unsere "normalen" Wörter aus mehreren Bausteinen zusammensetzen. Bitte verwechsele diese Bausteine nicht mit den Silben! Ich mache dir den Unterschied an Beispielen deutlich. Die Silbentrennung zeige ich durch das Minuszeichen "-" an, die Bausteingrenzen durch den einen senkrechten Strich "|".
| Bausteine | Silben |
| Kreuz|ung | Kreu-zung |
| ruh|ig | ru-hig |
| ver|lass|en | ver-las-sen |
| be|acht|en | be-ach-ten |
Du siehst, die Silbentrennung erzeugt manchmal völlig unsinnige Wortstücke. Was soll z.B. Kreu sein? Die Gliederung in Wortbausteine zerteilt ein Wort inhaltlich sinnvoll: Kreuz wie in kreuzen oder das Kreuz und die Endung ung, die ja in sehr vielen Wörtern vorkommt und immer die gleiche Bedeutung hat, nämlich zu signalisieren: dies ist ein Nomen. Nun müssen wir einige Begriffe einführen:
Wortbausteine heißen sprachwissenschaftlich Morpheme.
Es gibt Stammmorpheme, sie tragen die Hauptbedeutung des Wortes, dann Bestimmungsmorpheme, sie machen das Stammmorphem
genauer und Endungsmorpheme, sie tragen vor allem grammatische Bedeutung.
Beispiele:
| Bestimmungsmorphem | Stammmorphem | Endungsmorphem |
| zer | schneid | en |
| be | denk | lich |
| Über | leg | ung |
Erklärungen:
| zerschneiden |
zer schneid en |
Bestimmungsmorphem: das Schneiden wird genauer beschrieben Stammmorphem: es wird etwas geschnitten. gammatisches Endungsmorphem: dies ist ein Verb in der Grundform. |
| bedenklich | be denk lich |
nicht irgendein Denken, sondern ein Bedenken, also: genaues, vorsichtiges Denken eben: denken! zeigt an: Dies ist eine Adjektiv. |
| Überlegung |
Über leg ung |
aus der Kombination mit einem "echten" Wort ("über" ist ja ein Wort!) und dem Stamm "leg" entsteht ein völlig neuer Begriff! zeigt an: Dies ist ein Nomen. |
Wenn mehrere eigenständige Wörter zusammengesetzt werden (z.B. Haus und Tür zu Haustür), dann spricht man von einem Kompositum. Das zweite Wort (z.B. Tür), heißt dann Grundwort, das erste (z.B. Haus) Bestimmungswort.
So könnte man auch beim Beispiel Überlegung sagen: Bestimmungswort über Grundwort Legung. Du merkst aber schon, Legung allein gibt es als Wort nicht, also ist unser erste Erklärung/Definition wohl die bessere.
Ja, es ist wie immer bei einer Sprache: Dasselbe Problem kann man unter ganz verschiedenen Blickwinkeln betrachten und kommt so zu verschiedenen Erklärungen.
Wörter sind im Deutschen also recht komplizierte Gebilde!
| einfache Form | nur das Grundwort mit inhaltl. Bedeutung | Wortstamm/Stammmorphem | geb |
| erweiterte Formen | grammatische Ergänzung durch | Wortstamm/Stammmorphem + Endmorphem | geben |
| nähere Bestimmung durch | Bestimmungsmorphem + Wortstamm/Stammmorphem + Endmorphem | vergeben | |
| nähere Bestimmung durch | Bestimmungswort + Wortstamm/Stammmorphem + Endmorphem | übergeben | |
| Zusammengesetzte Wörter (Komposita) |
in denen weitere Bestimmungen und Endungen hinzugefügt werden |
Aufbau sehr komplex. Versuche es einmal! | -Überheblichkeit -Bedeutungserklärungsmuster -Altenpflegeassistenzausbildung |
Hier kannst du dich ausführlich über die Grammatik der Wortarten informieren. Im Folgenden gebe ich nur eine kurze Übersicht, weil in diesem Zusammenhang eine ausführliche Beschäftigung zu weit führen würde.
Willst du hierher zurück, musst du dich der "Zurück"-Pfeile des Browsers bedienen oder dich erneut hierher durchhangeln. Hier also die Übersicht:
| Wortart | Beispiel | |
| Verb | geben, nehmen, schlafen, | |
| Nomen | Haus, Liebe, Gelegenheit | |
| Pronomen | du, dein, dieser | |
| Adjektiv | gelb, schön, ruhig | |
| Artikel | der die, einem | |
| Adverb | plötzlich, dort, gelegentlich | |
| Präposition | vor, wegen, trotz, | |
| Konjunktion | und, weil, denn | |
| Numerale | eins, viele, jeder | |
| Interjektion | Hallo, Hey, holla |
Satzglieder sind Wortgruppen, die ihre Stelle im Satz ändern können.
Hier ein Beispiel:
| Am kommenden Freitag | besucht | mein alter Onkel | das schöne Sauerland . |
| Mein alter Onkel | besucht | am kommenden Freitag | das schöne Sauerland. |
| Das schöne Sauerland | besucht | mein alter Onkel | am kommenden Freitag. |
| 1. Stelle | 2. Stelle | 3. Stelle | 4. Stelle im Satz |
Du siehst, die meisten Wortgruppen lassen sich von hinten nach vorn ziehen, wobei die vorn stehende Wortgruppe dann weichen muss. Lediglich ein Wort bleibt immer an der gleichen Stelle: das Verb!
Das Satzglied, in dem das Verb steht, heißt Prädikat. Es steht im Deutschen im "normalen" Satz immer an 2. Stelle. Bitte merken!
In Sätzen wie den oben genannten findet sich immer ein "Täter". Gemeint ist hier nicht Kriminelles, sondern, dass in einem Satzglied
eine Person oder ein Gegenstand genannt ist, von der oder dem die Handlung, die im Verb steht, ausgeht.
Hier einige Beispiele:
Hans schläft.
Hans sucht das Buch.
Hans gibt das Buch dem Mann.
Du siehst: Immer ist es Hans, der etwas tut: er schläft, er sucht, er gibt.
Das Satzglied, in dem der "Täter" steckt, heißt Subjekt. Bitte merken!
Natürlich ist der "Täter" nicht immer eine Person. Es kann auch ein Ding sein, das das Subjekt bildet.
Hier wieder Beispiele:
Der Stuhl wackelt.
Die Sonne scheint.
Der Hund verfolgt den Dieb.
Na ja, "Hund" ist ja nicht wirklich ein Ding, aber eine Person ist er nun auch wieder nicht. Eben so dazwischen.
Wenn es nun wirklich keinen Täter gibt, weil manches einfach passiert, setzt man an die "Täter-Stelle", also
in die Stelle, im Satz, die "Subjekt" heißt ein "es".
Beispiele:
Es schneit, regnet usw.
Wie weiter oben zu sehen war, gibt es neben dem Subjekt (Täter) und dem Prädikat (Tat) in manchen Sätzen auch noch andere
Satzglieder, die man nicht einfach weglassen kann.
So fragt sich jeder, der den Satz "Hans sucht..." liest, was Hans denn nun sucht.
Das Satzglied "das Buch" ist im Satz "Hans sucht das Buch" also unbedingt notwendig, damit der Satz sinnvoll ist.
Man könnte nun sagen, "das Buch" ist "Opfer" der Handlung, wobei du bitte auch dieses Wort nicht auf die Goldwaage legen darfst.
"das Buch" ist aber auf jedenfall nicht dasjenige, das die "Tat" tut, sondern das die "Tat" aushalten muss.
Es ist nicht immer angenehm, gesucht zu werden!.
Diese Satzglieder, auf die sich eine Handlung richtet, heißen Objekte. Bitte merken!
Ich habe das Wort "Objekt" absichtlich in die Mehrzahl gesetzt, weil es in einem Satz mehrere Objekte geben kann. Oft sind es 2.
Beipiele:
Hans gibt dem Mann das Buch.
Der Frühling bringt dem Land viel Regen.
Damit man das Subjekt und die Objekte im Satz unterscheiden kann, bekommen sie in der Regel verschiedene Wörter zur Begleitung: die Artikel.
Leider gibt es im Deutschen nicht genügten Artikel, um die Satzglieder eindeutig voneinander abzugrenzen.
Wir haben nämlich nur 6 Artikel: der, des, dem, den, die, das.
Da wir mit den Artikeln aber auch noch klar machen wollen, ob es sich um ein weiblich, männlich oder sächliches Nomen/Substantiv handelt,
wird's halt knapp. Also: Wenn man nicht genau zwischen Subjekt (Täter) und Objekten (Opfern) unterscheiden kann, gilt die Reihenfolge:
Subjekt vor Objekt.
Beispiele:
Eindeutig: Der Mann besucht den Nachbarn. Umgestellt: Den Nachbarn besucht der Mann.
Es ist immer klar, wer wen besucht.
Mehrdeutig: Die Frau ruft das Kind. Umgestellt: Das Kind ruft die Frau.
Hier ändert sich der Rufer. Das Satzglied, das vorn steht, enthält den "Täter" (ist Subjekt), weiter hinten steht das "Opfer" ( ist Objekt).
Dieses Verhalten der Satzglieder ist unabhängig vom Verb/Prädikat. Versuche z. B. die Verben "retten, suchen, lieben, sehen".
Diese Regel gilt auch, wenn noch weitere Satzglieder im Satz stehen:
Beispiele: Zieh dazu einmal "der Mann", dann "den Hund" nach vorn und versuche dann das gleiche mit "Frau" und "Kind".
Dort rettete der Mann den Hund.
Sofort rief der Mann den Hund.
Bald wird der Mann den Hund im Tierheim besuchen .
Setze jeweils "Frau" und "Kind" ein und du wirst merkten, dass sich der Sinn ändert.
Ich fasse zusammen:
Wir kennen bis jetzt drei Satzglieder:
- Prädikat (Tat)
- Subjekt (Täter)
- Objekte (Opfer).
Nun gibt es noch eine weitere Satzgliedgruppe: die Adverbialen, manche sagen auch Adverbiale Bestimmungen.
Vereinfacht gesagt,
machen diese Satzglieder genauere Angaben zum "Tathergang", nämlich
- wo die Tat/Handlung stattfand,
- wann sie stattfand,
- wie sie stattfand und
- warum sie stattfand.
| Fragewort | deutscher Name | Fachausdruck | Beispiel |
| wo | Adverbiale Bestimmung des Ortes | Lokal-Adverbiale | dort; im Haus |
| wann | Adverbiale Bestimmung der Zeit | Temporal-Adverbiale | gestern, am Montag |
| wie | Adverbiale Bestimmung der Art und Weise | Modal-Adverbiale | schnell, mit der Zange |
| warum | Adverbiale Bestimmung des Grundes | Kausal-Adverbiale | deshalb, wegen des Regens |
Eine eindeutige Definition des Satzes gibt es nicht. Trotzdem kann man einiges über Sätze sagen. Zunächst teilen wir sie einmal ein:
- Satzformen
- Satzarten.
Diese Unterscheidung nach Form und Art ist in der Dudengrammatik so gesetzt3. In manchen Grammatiken findet man die entgengesetzte Zuordnung oder auch andere Begriffe.
Es sollte aber klar sein:
- Man kann Sätze nach ihrem Aufbau (Reihenfolge der Satzglieder) unterscheiden (Satzform).
- Man kann Sätze nach ihrem Inhalt unterscheiden (Satzart).
Satzformen
- Hauptsatz
- Nebensatz
Der Unterschied:
- In Nebensätzen steht das gesamte Prädikat am Ende des Satzes,
- im Hauptsatz steht das Prädikat oder zumindest stehen Teile davon auch vorn im Satz.
Beispiele: (Prädikat/Verben sind unterstrichen.)
Hauptsätze:
- Peter besucht seine Oma.
- Der Geschäftsmann ist nach Hamburg gefahren.
- Fährst du nach Kiel?
- Gib den Ball ab!
Nebensätze: (vor den Nebensatz stelle ich ein Komma, weil er immer zu einem Hauptsatz gehört und von diesem
durch ein Komma abgetrennt wird.)
- , weil du nicht zuhörst.
- , die ich dir gegeben habe.
- , was ich dir nicht beantworten kann.
Es wird deutlich, dass im Nebensatz die Verben des Prädikats in der "falschen" Reihenfolge stehen.
Beispiel:
Hauptsatz: Ich habe das Geld nicht genommen.
Nebensatz: , dass ich das Geld nicht genommen habe.
Satzarten
Sätze unterscheiden sich nicht nur in ihrem Aufbau, sondern auch in ihrer Aussage.
Es gibt z. B.:
- Aussagesätze
- Fragesätze
- Befehlssätze
Hier hast du eine Übersicht über die Satzformen und Satzarten
| Satzformen | ||
| S a t z a r t e n |
Hauptsatz | Nebensatz |
| - Aussagesatz | ||
| - Gliedsatz | ||
| - Relativsatz | ||
| - Entscheidungsfragesatz | - Indirekter Fragesatz mit "ob..." | |
| - Ergänzungsfragesatz | - Indirekter Fragesatz mit Fragewort | |
| - Indirekte Rede | - Indirekte Rede mit "dass..." | |
| - Befehlssatz | ||
Streng genommen verlassen wir hier den Bereich "Grammatik". Wohl deshalb findet man in der Duden-Grammatik
auch kein Stichwort "Absatz".
Insofern lässt sich auch nichts Definitives über den Inhalt und die Form eines Absatzes sagen.
Interessant ist ja eigentlich auch nur, wie und wann man denn nun einen Absatz setzt.
Form:
Bei handschriftlichen Texten solltest du immer eine Schreibzeile frei lassen.
Bei maschinengeschriebenen Texten sieht es recht ordentlich aus, wenn du eine halbe Zeile Abstand lässt.
Inhalt:
Bei Gedichten entspricht die Strophe einem Absatz. Hier ist die Frage, wann ein Ansatz zu setzen ist, von der Gedichtsform abhängig.
Bei Dialogtexten setzt man üblicher weise zwischen den Dialogtexten verschiedener Personen einen Absatz.
Bei Erzählungen wird man in der Regel einen Absatz setzen, wenn ein Szenenwechsel stattfindet, also wenn entweder der Ort, die Zeit ober aber die Person, von der gerade die Rede ist, wechseln. Natürlich ist es dem Schriftsteller gerade von epischen Texten mehr oder minder freigestellt, wann er einen Absatz setzt.
So findet man gerade in Erzählungen, vor allem Romanen, manchmal sehr stark gegliederte Texte.
Manchmal wird aber auch
das Fehlen des Absatzes als Stilmittel eingesetzt.
So gibt es Kurzgeschichten, in denen ein Orts-, Zeit- oder Personenwechsel
konsequent immer gerade mitten in einem Absatz stattfindet.
Bei Sachtexten ist der Umgang mit Absätzen noch weniger regelhaft.
Viele Sprachforscher nennen alles Gesprochene einen Text. Die Literaturwissenschaftler tun sich mit dieser "weiten" Auslegung des Begriffes allerdings oft schwer. Für sie muss ein Text in der Regel schriftlich verfasst sein.
Stellen wir uns außerhalb der reinen Sprachuntersuchung, so gilt für viele Kommunikationswissenschaftler alles als Text,
was der Kommunikation dient, also auch z. B.:
- Gestik
- Mimik
- Körperhaltung
So, das war ein kurzer? Überblick über den Aufbau der Sprache. Willst du mehr wissen, musst du dich auf die Suche nach Fachliteratur machen.
Für die ganz Wissbegierigen - Die Sprachwissenschaft benennt die einzelenen Untersuchungsebenen wie folgt:
| Phonem (Laut) |
= Phonologie/Phonetik |
| Morphem (Wort-(Baustein)) |
= Morphologie/Morphematik |
| Satz (und seine Gliederung) |
= Syntax |
1 Duden, die deutsche Rechtschreibung, Dudenverlag, 2004 23, Seite 1114 ff
2 z. B. Gehirn und Geist, Heft 5/03 Seite 58 ff
3 Duden, die Grammatik, Dudenverlag, 19844, Seite 560 ff